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Reiseberichte

Hurghada mit Kindern: unser erster Ägypten-Urlaub im Pharaoh Azur Resort

Fünfköpfige Familie mit Sonnenbrillen auf dem Deck eines Ausflugsboots, dahinter das Rote Meer, ein weiteres Schiff und die Küste von Hurghada
· Foto: Marc Wegerhoff

Zwölf Tage Hurghada im Oktober 2022, mit drei Kindern im Pharaoh Azur Resort. Wir hatten einen großen Bungalow und gutes Essen, dafür einen steinigen Strand und ein mageres Hausriff.

Von Marc Wegerhoff5 Min. Lesezeit

Im Oktober 2022 waren wir zum ersten Mal in Ägypten, zwölf Tage in Hurghada, zwei Erwachsene und drei Kinder. Gebucht hatten wir über Check24 eine Pauschalreise mit All Inclusive ins Pharaoh Azur Resort.

Anreise ab Düsseldorf

In Düsseldorf war die Schlange an der Sicherheitskontrolle lang, in dem Jahr streikten an den Flughäfen viele Beschäftigte. Glück im Unglück hatten wir mit Sissys Bein. Nach ihrer OP konnte sie nur schlecht laufen und hatte ihre Gehhilfe dabei, also hat uns das Flughafenpersonal in eine kürzere Schlange gesetzt. gedauert hat es dort genauso lange, wir mussten aber nicht die ganze Zeit stehen.

Der Flug war entspannt. Als wir in Hurghada aus dem Flughafen kamen, hat uns erst mal die Hitze erschlagen. Es ist eine trockene Hitze, mit der man gut klarkommt. Der Transfer zum Hotel dauerte etwa 30 Minuten, und die Schlüssel für den Bungalow hatten wir an der Rezeption schnell in der Hand.

Visum und Einreise

Dass man bei der Ankunft erst ein Visum kaufen muss, wussten wir vorher nicht. Wir haben 25 Euro pro Person bezahlt. Danach mussten wir uns an zwei verschiedenen Stationen anmelden, und bis wir draußen waren, hat man uns noch etliche Male kontrolliert.

Unser Bungalow

Der Bungalow hatte zwei Schlafzimmer, ein Bad und einen großen Wohnbereich, in dem noch ein Zustellbett für uns stand. Draußen gab es eine schöne Terrasse. Die Bungalows stehen nicht dicht an dicht, zu den Nachbarn hatten wir ordentlich Abstand.

Unserer lag ungefähr in der Mitte der Anlage, zwischen Lobby und Strand. Das Gelände ist weitläufig. Die Mitarbeiter fahren dort mit Golfcarts herum, und wenn du einen siehst, kannst du ihn anhalten und mitfahren. Tagsüber pendelt außerdem alle paar Minuten eine kleine Bimmelbahn zwischen Lobby und Strand, die wir oft genommen haben.

Den Zimmerservice machen dort meist Männer, und die haben sich viel Mühe gegeben. Dafür gibt es von uns ein großes Lob.

Strand, Steg und Hausriff

Der Strand ist uns im Urlaub am wichtigsten, und da waren wir etwas enttäuscht. Weichen Sand gibt es nicht, eher eine planierte Sandfläche. Liegen haben wir trozdem jeden Morgen für alle bekommen, bis auf ein, zwei Ausnahmen sogar in der ersten Reihe am Wasser.

Vom Strand aus ins Meer zu gehen klappt nicht, dafür ist es zu steinig. Ins Wasser kommst du über einen Steg, ungefähr 150 Meter lang, an dessen Ende eine Leiter hinunterführt. Je nach Ebbe und Flut steht dir das Wasser dort bis zum Bauch oder es ist tiefer. Luana konnte damals noch nicht gut schwimmen und ging nur mit Schwimmflügeln rein. Bei Wellengang war das für sie anstrengend.

Am Hausriff sind viele Korallen abgestorben. Wir haben dort immer dieselben Fische gesehen und ein paar Seeigel. Wir fanden es ganz schön, zu einem Highlight hat es nicht gereicht.

Lieber an den Pool

Nach ein paar Tagen sind wir deshalb an den Pool umgezogen. Dort gibt es ein großes Kinderbecken, aus dem Luana den ganzen Tag nicht rauszukriegen war. Sie hatte in dem Jahr schwimmen gelernt, wurde im Urlaub immer mutiger und kam irgendwann mit ins große Becken. Darüber haben wir uns alle mit ihr gefreut.

Einige Abendshows finden ebenfalls am Pool statt. Einmal pro Woche gibt es eine Flyboard-Show, bei der ein Artist auf einem Brett steht, aus dem Wasserstrahlen schießen, und damit meterhoch über das Becken fliegt. An anderen Abenden war dort Poolparty.

Voll war das Hotel im Oktober nicht. Wir haben überall Platz gefunden, leer wirkte es trotzdem nicht.

Essen und Trinken

Zum Frühstück gab es ein typisches Hotelbuffet mit großer Auswahl. Brötchen kann außer Deutschland eben niemand auf der Welt, das war hier nicht anders.

Mittags haben wir im Beach-Restaurant gegessen. Da gab es regionale Gerichte und das übliche Strandessen mit Pommes. Die Pizza war nicht der Bringer, aber wir waren ja auch in Ägypten und nicht in Italien.

Auf das Abendessen im Hotelrestaurant haben wir uns jeden Tag gefreut. Es gab viel Auswahl und viele Gerichte, die wir noch nicht kannten, und meistens saßen wir als Erste im Restaurant. Beim Getränkeservice gab es nichts zu meckern.

Personal und Service

Das Personal war freundlich und hilfsbereit. Klar merkt man, dass manche gern um einen herumschlendern und auf ein Trinkgeld in ägyptischen Pfund oder US-Dollar hoffen. Das finden wir in Ordnung. Wenn mal etwas war, hat die Rezeption es ratzfatz gelöst.

Genervt haben uns die Verkäufer, die dir schon am Strand Massagen oder Ausflüge andrehen wollen. Wir suchen uns so etwas lieber selbst aus. Sagst du einmal klar, dass du nichts willst lassen sie dich in Ruhe und grüßen danach nur noch freundlich.

Rund ums Hotel

Gegenüber vom Hotel gibt es mehrere Läden und eine Apotheke, rechts und links noch ein paar Geschäfte.

Weiter raus haben wir uns abends nicht getraut. Beim ersten Mal in Ägypten kennst du dich nicht aus, und an jeder Ecke spricht dich jemand an, ohne dass du weißt, was er von dir will. Im Dunkeln sind wir deshalb in der Nähe des Hotels geblieben. Für alles Weitere braucht ihr ein Taxi oder einen Uber.

Mit dem Glasbodenboot über die Riffe

Ein Touranbieter hat uns in die Marina von Hurghada gebracht. Von dort sind wir mit einem Glasbodenboot über mehrere Korallenriffe gefahren und haben jede Menge Fische gesehen. Delfine und Haie waren an dem Tag nicht dabei.

Ein neuer Bekannter

Einer der Animateure hat sich um alles gekümmert, was wir brauchten, bis hin zum fehlenden Liter Milch auf dem Zimmer. Wir haben Handynummern getauscht und sind bis heute in Kontakt.

Rückreise

Die Ausreise ging leichter als die Einreise. Wir mussten noch einen Zettel für die Ausreise ausfüllen, danach ging es schnell. Dem ägyptischen Polizisten an der Sicherheitskontrolle haben wir ein paar Kugelschreiber aus unserer Firma geschenkt, über die er sich riesig gefreut hat.

Zurück in Deutschland sind wir direkt ins Auto gestiegen, das wir wie immer am Flughafen geparkt hatten, und nach Hause gefahren.

Unser Hotel · Hurghada

Pharaoh Azur Resort

Unsere Bewertung

Unsere Bewertung: 6,5 von 10 Sternen
Aufenthalt
Oktober 2022, 12 Tage
Zimmer
Bungalow mit zwei Schlafzimmern und Zustellbett
Verpflegung
All Inclusive
Gebucht als
Pauschalreise

Das hat uns gefallen

  • Großer Bungalow mit kurzen Wegen
  • Sehr gutes und abwechslungsreiches Abendessen
  • Aufmerksames, freundliches Personal und toller Zimmerservice
  • Großes Kinderbecken am Pool
  • Immer freie Liegen, auch in der ersten Reihe
  • Kurzer Transfer vom Flughafen

Weniger gut

  • Kein weicher Sandstrand, steiniger Einstieg ins Meer
  • Wasser nur über einen langen Steg erreichbar, bei Wellengang anstrengend für Kinder
  • Hausriff teilweise abgestorben
  • Verkäufer am Strand & Pool (hat man aber überall)
  • Wenig Angebot in Laufnähe des Hotels

Unser Fazit

Für das erste Mal in Hurghada war es toll!

Unser Fazit

Uns hat der Urlaub sehr gefallen, auch wenn Ägypten heißer war, als wir es uns vorgestellt hatten. Wenn ihr vor allem einen Traumstrand sucht, werdet ihr hier eher enttäuscht. Für uns haben der Pool mit Kinderbecken und das freundliche Personal das wettgemacht.

Noch auf der Rückfahrt haben wir beschlossen, das Hotel im nächsten Jahr wieder zu buchen.


Sandstrand am Giftun Azur Resort in Hurghada mit ruhigem Meer, Ausflugsbooten am Steg und tief stehender Sonne
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